Genetik
Vereinfachte Darstellung:
Jedes Kitten ist genetisch eine Kombination seiner Elterntiere, von jedem Elterntier erhält es je ein Gen jeder Kategorie. Dominant heißt, dass sich ein Gen durchsetzt, auch wenn es nur von einem Elternteil vererbt wird. Rezessiv heißt, dass ein Gen optisch nur in Erscheinung tritt, wenn es von beiden Elternteilen vererbt wird.
Farbtests:
Standard Bengal Farbtests testen auf die Gene A, E, B, C und D, man kann anhand eines Farbtests also sagen, ob eine Katze genetischer Träger von rezessiven Genen ist (Charcoal, Einfarbig, Amber, Chocolate, Cinnamon, Snowvarianten, Dilute).
Erbkrankheiten
Damit sie sicher sein können, dass sie gesunde Kitten bekommen, sollte bei den Elterntieren folgende Tests durchgeführt worden sein (mit negativem Ergebnis = Tier ist gesund, hat die Krankheit nicht):
Ultraschalluntersuchungen:
- PKD Screening: Untersuchung ob Zysten in den Nieren vorliegen
- HCM Screening: Herzultraschall (sollte bei Zuchtkatzen im Alter von >8 Monaten ausgeführt, und im Alter von ca. 3,5 und 6 Jahren wiederholt werden)
Blutuntersuchungen:
- Fel V (Leukose)
- FIV – AK (Immundefizienzvirus)
Speicheluntersuchungen:
- Bengal PRA (Degeneration der Netzhaut die zur Erblindung führt)
- PK def (Blutanämie)
- Auf Wunsch: Farbtest (Bengal Coat Color Test)
Bei den Speicheluntersuchungen PRA und PK def kommt wie bei den Farben jeweils ein Gen von einem Elternteil der Katze, daher sind folgende Ergebnisse möglich:
- N / N (die Katze hat die Krankheit nicht und ist auch kein Träger)
- N / K (die Katze hat die Krankheit nicht aber ist Träger)
- K / K (die Katze hat die Krankheit)
Zur Zucht zugelassen sind nur N/N und N/K. N/K darf dabei nur mit N/N verpaart werden. Wir züchten aber ausschließlich mit N/N Katzen (frei von Krankheiten UND kein Träger).
Manche Züchter verzichten auf diese doch recht kostspieligen Tests mit dem Hinweis, dass die Großeltern-Generation getestet wurde und die Elterntiere daher die Krankheiten nicht geerbt haben können. Das ist zwar im Prinzip richtig, aber eben nur wenn die Großeltern vom Typ N/N waren, sowie keine Fehler in der Erbfolge gemacht wurden. Sicher können sie nur sein, wenn sie die Tests der Elterntiere einsehen und auf Wunsch in Kopie erhalten können. Ein seriöser Züchter wird dem zustimmen, da er nichts zu verbergen hat.
Warum Farbtests?
Es ist erstaunlich, wie falsch viele Bengalen, selbst von Züchtern, angeboten werden. Ich habe einen silber charcoal schon als silber-schwarz und ein Mink Kitten als Lynx-Mink (geht nicht, entweder, oder) angeboten gesehen. Zwar ist es bei manchen Kitten schwierig, die genaue Farbe schon im Babyalter zu erkennen, dafür gibt es jedoch Farbtests. Für einen Farbtest wird eine Speichelprobe genetisch untersucht. Das Ergebnis: eine genaue Zuordnung der Farbe, sowie weiterer Farbvarianten die nur als Träger vererbt werden.
Wenn die Farbe des Kittens nicht absolut klar ist, machen wir daher einen Farbtest. Wenn ein Kitten für die Zucht in Frage kommt, ist dieser auch notwendig um zu bestimmen welche Farben das Kitten noch trägt. Der Farbtest ist dann bei uns im Kaufpreis inbegriffen. So wird auch sicher gestellt, dass die Farbe im Stammbaum des Kittens korrekt genannt ist. (Wir schicken die Ergebnisse der Farbtests mit zur Stammbaumerstellung!)
Wir haben uns bewusst gegen eine alphabetische Wurfaufzählung (A-Wurf alle Kitten haben Namen die mit A beginnen, B-Wurf, alle Kitten haben Namen die mit B beginnen usw.) entschieden. Unsere Kitten bekommen Namen die zu ihnen passen oder die Namen, die sich der neue Besitzer aussucht. So heißen sie dann auch im Stammbaum (bei rechtzeitiger Reservierung). Wir haben viel Erfahrung mit Kitten, unsere älteste Katze (aktuell 16 Jahre) ist auch bei uns geboren und dank gutem hochwertigem Futter auch immer noch topfit!